Warum kleine Banken große Stärke haben – die Raiffeisenbank Berghülen im Fokus
Shownotes
– Die Volks- und Raiffeisenbank Berghülen: kleinste Bank im Alb-Donau-Kreis – Warum kleine Banken unter steigender EU-Regulatorik leiden – Regionale Stärke: 150 Jahre Geschichte und lokale Verwurzelung – Eigenkapital, Rücklagen und finanzielle Robustheit – Warum Nähe, Erreichbarkeit und Generationentreue die Bank tragen – Bedeutung aktiver Kundenbeziehungen und genossenschaftlicher Verantwortung – Fonds, ETFs und Anlageentscheidungen verständlich erklärt – Der Cost-Average-Effekt und warum Schwankungen helfen können – Machtpolitischer Blick: ETF-Anbieter vs. Union Investment – Warum regionale Beratung in Finanzfragen oft den entscheidenden Unterschied macht
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00:00:19: Herzlich willkommen zu einer neuen Folge unseres Finanz- und Geld Podcasts mit den Volks- und Reifeisenbanken hier bei uns in der Region.
00:00:28: Heute bin ich in der Volks- und Reihweißenbank in Berghühlen und mein Gesprächspartner ist der Vorstand der Volks- und Reihweißenbank Berghühlen, der Herr Fuchs.
00:00:38: Hallo Herr Fuchs, schön, dass es geklappt hat.
00:00:41: Ich war ja noch nie in Berghühlen und ich habe ein bisschen recherchiert und gemerkt, dass ihr ein bisschen außergewöhnlich seid.
00:00:47: Also stimmt es, dass ihr die kleinste Volks- und Reihweißenbank hier in der Region seid?
00:00:52: Ja, ist vollkommen richtig.
00:00:54: Wir haben nur eine Filiale, wir haben einen Standort hier.
00:00:57: Wir sind die kleinste Volks- und Reifessenbank im Alp-Donau-Kreis.
00:01:02: Es gibt nur noch leider wenige kleinere Volks- und Reifessenbanken.
00:01:09: Man kann im Nachbarkreis Göppingen haben wir noch zwei, drei, die ähnliche Größenordnung haben, aber eigentlich leider Verschwinden immer mehr, Schwerpunkt ist hier, warum das Ganze passiert, die regulatorischen Anforderungen an die Banken, die sich immer weiter ausweiten und die dann für kleine Institute wirklich sehr, sehr schwer bewältigbar sind.
00:01:35: Das ist auch äußerst schade, gesunde, Eigenkapitalstarkebanken, Ertragstarkebanken müssen aus diesen Gründen der regulatorischen Anforderungen, weil sie dann auch zum Teil ist personal nicht finden dafür, diese Anforderungen zur Füllen in den Infusionen gehen.
00:01:54: Das ist eigentlich sehr bedauerlich.
00:01:56: Ihr müsst ja zwei Vorstände stellen.
00:01:58: Das ist für eine Bankäurogröße ja eine echte Herausforderung.
00:02:02: Gerade entwickelt sich ja im Banken- und Finanzsektor so eine Konzentrations- und Zusammenschlussform.
00:02:08: Woher kommt denn diese Regulierung?
00:02:11: Überbordende Regulatorin kommt überwiegend aus Brüssel, aus der EU, die versucht einheitliche Regeln für den europäischen Bankenmarkt aufzustellen.
00:02:22: Und da haben insbesondere wir in Deutschland und auch in Österreich das große Problem, dass unsere... Bankenlandschaft ganz anders aufgestellt und strukturiert ist als in den Nachbarnländern.
00:02:36: Die Nachbarnländer Spanien, Frankreich, die kennen nur Großbanken.
00:02:40: Da gibt es wenige Großbanken und die kennen nicht dieses kleinklidrige Drei-Säulensystem hier in Deutschland.
00:02:52: Wir hören auch immer wieder von unseren Deutschen Vertretern, dass sie in Brüssel nicht rankommen, die es nicht richtig erklären können oder die das nicht verstehen wollen, warum man so viele kleine Banken braucht und hat und führen deshalb ein Regelwerk ein, das für alle gilt.
00:03:16: Und wir halten das natürlich auch für völlig schwachsinnig, so reguliert zu werden.
00:03:22: wie beispielsweise eine deutsche Bank in Frankfurt.
00:03:26: Die gehen ganz andere Risiken ein als hier.
00:03:30: Wir hier am Ort, hier im Dorf, wir machen unser Brot- und Buttergeschäft.
00:03:34: Das heißt, wir nehmen die Einlagen unserer Spare und Anlegereien und vergeben die hier wieder in der Region oder versorgende Region mit Krediten für Investitionen, aber natürlich nicht irgendwo vom globalen Märkten, so wie die Großbanken das betreiben und somit dann auch ganz andere Risiken eingehen.
00:03:57: Aber So die gleiche Regulatorik verlangt.
00:04:00: Zwar gibt es das Wort Proportionalität bei uns im deutschen Recht noch, aber das ist viel Auslegungssache.
00:04:09: Jetzt haben Sie gesagt, Sie sind klein und finanzstark.
00:04:12: Wo kommt denn Ihre Finanzstärke her?
00:04:16: Ja, natürlich liegt es auch in der langen Historie, die wir haben, das spreche ich aber auch für die anderen Volks- und Reifersenbanken, unsere Gründungsfelder, Reifersen und Schulze Delitsch.
00:04:26: Das haben ja bis zu hundertfünfzigjährige Tradition des Ganzen und hat sich dann eben durch solides Wirtschaften der kleinen Banken eben, wie schon erwähnt, durch das Brot- und Brudergeschäft, konnten dann Gewinne erzielt worden, Rücklagen gebildet worden und somit die Bank vom Eigenkapitalverhältnis zum Geschäftsvolumen halt sehr stark dastehen lassen.
00:04:50: Da sind wir auch die kleinen Banken meist überdurchschnittlich aufgestellt gegenüber den größeren Instituten.
00:04:59: Und das ist auch wichtig für uns, insbesondere in der Kreditvergabe, da auch hier die regulatorischen Anforderungen seit der Finanzmarktkrise deutlich verschorft wurden.
00:05:12: Und durch diese gute Eigenkapitalbasis haben wir keine Probleme auch die höheren Anforderungen zu erfüllen und müssen nicht so wie die Großinstitute, dann ich nenne es jetzt mal die Kapitalmarkt-Trickkiste greifen, um sich nach zusätzliches Ergänzungskapital oder Ersatzkernkapital zu beschaffen.
00:05:40: Das haben wir dann sozusagen gar nicht notwendig, sondern wir sind von innen heraus gesund.
00:05:46: Jetzt seid ihr der erste finanzielle Ansprechpartner hier in der Region und das seit hundertfünfzig Jahren, also dritte bis vierte Generation, Teil eures Erfolges ist ja auch die Tatsache, dass die Eltern oder Großeltern schon bei der gleichen Bank waren, oder?
00:06:00: Absolut, das ist hier Diese ordentliche Verbundenheit, diese Nähe zum Kunden, diese gute Erreichbarkeit, das ist ja eigentlich unsere Kernwettbewerbsvorteil, den wir auch haben und den wir aber auch in die Region wieder zurückgeben.
00:06:24: Also wir sind hier nicht nur der Dienstleister, sondern wir geben auch Zum einen von unserer Gewinne wieder eine ordentliche Dividende an unsere Mitglieder zurück und zum anderen, sprich jetzt für unser Haus, wir spenden sechzehntausend Euro jedes Jahr hier für die regionalen, also sprich Parküle, Vereine und Institutionen, also kirchliche Einrichtungen, wo sie dann hier wieder direkt Investitionen in Sportgeräte und so weiter alles tätigen können.
00:07:00: Und das ist doch ein sehr wichtiger Faktor, dass man hier auch die ordentliche Bank ja auch weiter unterstützt.
00:07:09: und sozusagen, wie Sie es erwähnt haben, der Opa hat sein Kind und dann seine Enkelkinder, die schickt er dann alle zur Ralfäßenbank.
00:07:21: Und freuen uns natürlich und mir geben das dann auch entsprechend somit wieder zurück.
00:07:26: Wie lange sind Sie jetzt schon dabei, Herr Fuchs?
00:07:29: Ich bin jetzt selber, mittlerweile, dreiunddreißig Jahre hin bei einer Reichweißenbank.
00:07:38: In Barkühlen bin ich noch sehr jung.
00:07:41: Ich habe erst zum ersten Siebten hierher gewechselt.
00:07:45: Ich war vorher bei einer sehr, ebenfalls sehr kleinen Reichweißenbank in Grübingen.
00:07:53: Der Wechsel war einfach schwerpunktmäßig.
00:07:55: Ich habe kürzere Fahrstrecke.
00:07:59: Aber mir war es wichtig, weiterhin bei einer kleinen Reifessenbank tätig zu sein, so wie ich meine Lehre bei einer kleinen Reifessenbank angefangen habe und dort es auch bis in den Vorstand gebracht habe, so will ich auch hier die kleine ordentliche Reifessenbank weiterentwickeln, am Markt halten, gegen die Regulatorik kämpfen, versuchen sie zu bewältigen, ja und auch mal vielleicht den Mund aufzumachen, wenn es zu viel ist, ein regulatorisch.
00:08:31: Das gehört nämlich auch dazu.
00:08:33: Die Leute müssen das erfahren, dass wir eigentlich ersticken in diesem Bürokratie-Wahnsinn.
00:08:42: Aber auch die Verbraucherseite, der Verbraucherschutz nimmt immer größere Dimensionen an.
00:08:49: Die Rechtsprechung hier ist manchmal auf falschen Wegen.
00:08:56: dass sie mich nicht falsch verstehen.
00:08:58: Ich bin für Verbraucherschutz, bin auch für gewisse Regulatorik.
00:09:02: Nur wenn Dinge überhanden nimmt und mir den Kunden dann hundertzeiten zusenden und er muss dann zustimmen, dann ist schon die Frage, ob wir hier den Verbraucherschutz richtig treffen.
00:09:18: Manchmal ist weniger auch mehr.
00:09:20: und das man sagt, hier sind die wesentlichen Fakten.
00:09:25: Wenn es dir nicht passt, komm zu uns, sprech mit uns und nicht noch separat Zustimmungen extra einholen, sind wir die einzige Branche, die das betrifft.
00:09:37: Und die Politik schafft es hier auch nicht, seit dem BGH-Urteil vom April, hier für uns Banken eine Regelung zu treffen, wie wir denn das jetzt zukünftig wieder wirklich so handhaben können, damit es für beide Seiten Erträglicher wird.
00:09:55: Im Kunden gefällt es ja auch nicht, wenn er Schriftstücke ohne Ende bekommt, wo er dann nachher zustimmen muss.
00:10:03: Dreiunddreißig Jahre haben Sie gesagt.
00:10:04: Damals gab es andere Sparmöglichkeiten, wie beispielsweise das Sparbuch, den Bausparvertrag, den Hauskredit.
00:10:11: Jetzt hat sich das geändert.
00:10:12: Es gibt viel mehr Produkte auf dem Markt.
00:10:14: Wenn ich das klassische Sparbuch mit Fonds und ETFs vergleiche, was performt da besser?
00:10:20: Über dreiunddreißig Jahre zurückgehen hatten wir, ich weiß es noch gut, als ich die Lehre angefangen hatte, hatte ich auf dem Zinstablo noch neun und zehn Prozent stehen.
00:10:30: Ein Zinsen für Geldanlagen.
00:10:36: Bei solch hohen Verzinsungen ist natürlich der Bedarf geringer in Wertschwankungsintensivere Anlagen zu gehen.
00:10:49: Die letzten dreizig Jahre ist aber das Zinsniveau auch unter Schwankungen, aber kontinuierlich zurückgegangen.
00:10:59: Bis hin zu den Negativzinsen im Jahre einundzwanzig, wo die Leute dann zum Teil Strafzinsen bei den Banken entrichten mussten.
00:11:12: Und der Zins ist eben auch ein wichtiger Faktor, in welcher Geldentlage ich denn gehe.
00:11:20: Und durch dieses immer weiterfallende Zinsniveau hat sich natürlich auch zum Teil in der Bevölkerung nicht überall, aber doch immer mehr der Gedanke durchgesetzt.
00:11:34: Ich muss mich doch mal mit alternativen Geldanlagen beschäftigen.
00:11:38: So wie es die englisaktischen Länder eigentlich schon seit Jahrzehnten machen.
00:11:43: Und somit kommt der Kapitalmarkt immer mehr in den Vordergrund.
00:11:48: und sollte auch heutzutage bei jeder Geldanlage mit dem Betracht gezogen werden, weil, egal wo das Zinsniveau schlussendlich war, die Renditen an den Kapitalmarken waren im Schnitt zumindest über einen längeren Zeitraum immer höher als an den Zinsmarken.
00:12:07: Und insofern sollte man die einfachste Art und Weise über einen Investment vor sich Gedanken machen, an diesen Kapitalmarken sich zu beteiligen.
00:12:19: Ist bequem, muss mich nicht auskennen.
00:12:22: Ich weiß nur, ich beteilige mich an Unternehmen, wo ich vielleicht sogar jeden Tag zu tun habe.
00:12:28: Und wenn ich die Fonds nehme, dann bin ich an den ganzen großen Unternehmen beteiligt.
00:12:32: Also ich kriege einen Teil von Puma, Facebook.
00:12:35: Und so weiter, wie funktioniert das?
00:12:37: Natürlich erhalten Sie die Anteile nicht direkt, wäre ja nicht möglich.
00:12:41: Aber indirekt sind Sie an diesen Unternehmen dann über den Vorbeteiligt.
00:12:47: Und wenn es auch nur ein Mini-Mini-Bruchteil ist.
00:12:51: Aber Sie sind darin beteiligt, egal welchen Betrag Sie investieren.
00:12:55: Sie sind in den Unternehmen beteiligt, das Formanagement Auswelt, wo sie für qualitativ gute Unternehmen haltet.
00:13:02: halten mit guten Zukunftsaussichten, langfristig funktionierendem Geschäftsmodell, die sind in der Regel dann in guten Aktien vor wie dem Uni Global vertreten.
00:13:16: Und sie werden jeden Tag, sind sie mit den Unternehmen konfrontiert, in denen sie indirekt beteiligt sind, sie haben am Arm die Apple Watch, sie sind Apple beteiligt, dann haben sie entweder einen Samsung Handy oder auch eines von Apple.
00:13:35: Diese Big Player, die sind dann alle in diesem Uni global, dann haben wir es hier auch Programm, Uni für Union Investment, global für einen global agierenden Aktienfonds sind sie beteiligt.
00:13:50: Und hier wurden die Unternehmen weltweit ausgesucht, die eben Ja, unsere Wirtschaftsleben derzeit bestimmen.
00:13:59: Ich habe auch gehört, dass ich mich auch mit euren Beratern oder von euren Beratern beraten lassen könnte, um mein Geld nur in Deutschland oder Europa Fonds zu investieren.
00:14:09: Stimmt das?
00:14:10: Absolut.
00:14:11: Also wir haben auch, oder Union Investment bietet auch Fonds an die sich regional beschränken beispielsweise der Uni vor.
00:14:20: Der beteiligt sich hauptsächlich an den vierzig Dachsunternehmen.
00:14:23: Dann haben wir auch den Uni Europa, der den europäischen Kontinent als Investitionsstandort abdeckt.
00:14:32: Aber wenn man sich mal in der Welt umschaut, sollte man sein Anlagespektrum nicht auf ein einzelnes Land festlegen.
00:14:42: Denn Wer bestimmt denn unser tägliches Wirtschaftsleben?
00:14:47: Leider, vielleicht auch klar mal auf, nicht mehr so die deutschen Konzerne, sondern ich muss unbedingt international mich an den Unternehmen beteiligen.
00:14:59: Das war auch bis vor, ja, halbem, dreiviertel Jahr noch so, dass auch der DAX keine Chance hatte in der Wertentwicklung, also der Deutsche Aktienindex gegenüber zum Beispiel den amerikanischen Aktiemarktindices.
00:15:13: erst als der Herr Merz.
00:15:15: Die Schuldenorgie, nennen wir sie jetzt mal ausgerufen hat, ab da ist einig der DAX so richtig ins Laufen gekommen und hat mit den amerikanischen Marken mithalten können.
00:15:27: Aber nicht, dass du trotz Fokus nur auf Deutschland oder Europa zu legen oder auch nur auf Amerika ist nicht richtig.
00:15:35: Ich sollte kein Land ausschließen, weil in In China gibt es Superplayer, da haben wir überall auf der Welt Unternehmen.
00:15:45: Warum sollte ich die ausschließen von vornherein?
00:15:48: Ich habe da mal so ein Fachbegriff gehört, der heißt Coast Average Effect.
00:15:52: Was beschreibt der und wie kann ich als Mensch in Schwaben davon profitieren?
00:15:56: Er hat wenig mit Kosten zu tun, eigentlich gar nichts.
00:16:00: Er kommt vielmehr aus dem Aspekt heraus des Risikos.
00:16:05: Also sprich, Wenn ich eine Kapitalanlage tätige, gerade in Borsenotierten Unternehmen, unterliege ich den Schwankungen.
00:16:16: Und wenn ich eine Einmalanlage tätige, dann bin ich abhängig vom aktuellen Stand der Unternehmenswerte.
00:16:24: Sie sind dann abhängig, wo die Markte dann gerade auf dem Niveau stehen.
00:16:28: Geht's dann mit den Marken dann zurück?
00:16:31: Dann sind sie eben gleich, ja ... schon mal mit einem Rückgang ausgesetzt.
00:16:36: Wenn er einen langen Atem hat, ist auch nicht so schlimm.
00:16:38: Da muss man auch nicht gleich in die Panik kommen.
00:16:40: Aber jetzt kommt ihr angesprochener Kost Everich vielleicht auch zum Tragen.
00:16:45: Wenn jetzt die Märkte fallen, dann kann ich mit beispielsweise regelmäßigen Beträgen, hundert Euro, kann ich jeden Monat investieren, unterhalte dann bei rückläufigen Kursen mehr Anteile von meinem Vor.
00:17:03: Ich krieg mehr Anteile eingebucht, wie vielleicht zu dem Startatum, wo ich angefangen habe, als die Kurse noch höher waren.
00:17:14: Und dieser Effekt führt dann halt dazu, dass mein durchschnittlicher Einstiegspreis gedrückt ist.
00:17:21: Bedingt aber auch schwankende Märkte.
00:17:25: Also mir bringt dieser Effekt nichts, wenn ich in Anlagen einsteige, die keine Wertspankungen haben.
00:17:34: Dann kommt dieser Effekt nicht zum Tragen.
00:17:38: Ich brauche Markte, die sich auf und ab bewegen, damit ich im Tief mehr Anteile erwerbe als im
00:17:44: Hoch.
00:17:45: Wenn ich jetzt also in eine klassische Zinsanlage investiere, habe ich von diesem Cost Average Effekt nicht so viel.
00:17:51: Wenn ich aber in etwas Volatiles investiere, könnte ich am Ende mehr Gewinne machen, oder?
00:17:55: Es ist aus der Risikobetrachtung heraus, wenn ich eben die Zehntausend Euro auf zehn Raten aufteile, dann verringere ich dadurch mein Risiko, weil es unwahrscheinlich ist, dass zehn, zwölf, dreizehn, vierzehn Monate hintereinander die Merkte fallen.
00:18:14: Also da haben wir sehr wenige Phasen an den Merkten bis her gehabt, als das passiert ist.
00:18:20: Wenn ich aber heute mit zehn tausend Euro auf einmal einsteige und es geht drei Monate nach unten, dann tut mir das durchaus mehr weh.
00:18:29: Und wenn ich es verteilt hätte, habe ich eigentlich damit einfach mein Risiko reduziert.
00:18:34: Ja, Risiko ist immer ein bisschen dabei, wenn man mit Wertpapieren an der Börse handelt.
00:18:38: Das ist klar.
00:18:39: Ja, wo die Marktchancen höher sind, habe ich natürlich auch immer Hüte Risiken.
00:18:46: Mir gefällt mir persönlich auch das Wort Risiko gar nicht so gut.
00:18:50: Ich verwende hier mehr das Wort Wertschwankung.
00:18:53: Sie haben bei allen Investitionstätigkeiten diese tätigen Risiken, Schreckstrich Wertschwankungen, beim Immobilienkauf, sonstige Wertanlage, Schmuck und Kunststücke.
00:19:11: die bleiben alle nicht in einem konstanten Preisumfeld.
00:19:15: Und deshalb eher der Begriff Wertschwankung.
00:19:20: Und hier ist eben dann wichtig zu wissen, in welche Anlageprodukte gehen, wie ist deren Wertschwankungsverhalten.
00:19:28: Und die Aktienfonds haben die höchsten Renditechancen und damit aber auch die höchsten Wertschwankungsverhalten.
00:19:36: Nur im Zeitablauf verringert sich wiederum das Schwankungsverhalten.
00:19:42: Das heißt, wenn ich mir eine ein- jahre Spanne anschaue, dann schlägt so ein Vor mit plus fünfzig- sechzig Prozent nach oben durchaus aus, aber auch Finanzmarktkrise mit fünfzig Prozent mal nach unten.
00:19:58: Und wenn ich jetzt aber dann fünf Jahre nach vorne gucke, dann wird meine jährlicheren Ditte geringer, aber auch Die Schwankungsbreite, die mal ist dann nach unten, obweicht in einem Fünfjahreszeitraum.
00:20:13: Und deshalb wertschwankungsintensive Anlagen, längere Anlagehorizont und dann noch bestückt mit regelmäßiger Besparung, Nutzung des Kosteviritsch-Effektes.
00:20:25: Wenn
00:20:26: ich das Geld auf dem Sparbuch lege, gibt es ja ungefähr heute noch so Null, Komma Null fünf Prozent Zinsen.
00:20:32: Deswegen ist ja verständlich, dass viele Leute Alternativen suchen.
00:20:36: Und dazu kommt ja noch das Thema Inflation.
00:20:38: Ich muss ja mit dem, was ich erziele, immer über der Inflationsrate kommen.
00:20:42: Ist das auch eine Zielstellung, die Sie Ihren Kunden mitgeben?
00:20:46: Müssen wir zwei Aspekte betrachten.
00:20:48: Es ist einfach der Ziel und Zweck des Sparens von Kunden.
00:20:55: Legt er es kurzfristig als Resurfe?
00:20:58: Oder es steht in den nächsten zwölf Monaten eine Investition an?
00:21:06: kommen wir halt nicht drum herum, um zu sagen, wir müssen hier in die Zinsanlagen gehen, auch wenn mir real, also real heißt, Inflation bzw.
00:21:19: meine Verzinsung absüglich der Inflation, was bleibt dann noch real übrig?
00:21:26: Und da gebe ich Ihnen recht, diese kurzfristigen Geldanlagen bleibt momentan real gar nicht übrig, sondern wird ein Minus geschöpft.
00:21:35: lässt sich aber auch nicht ändern.
00:21:38: Dann muss ich schon wiederum sagen, ich brauche dann kurzfristige Kapitalanlagen, wo ich eine andere Währung gehe.
00:21:43: Dann habe ich aber ein weiteres Risiko, was ich eigentlich auch nicht machen oder wir dann auch nicht beraten, das oder empfehlen zu tun.
00:21:53: Also kommt es eher gerade darauf an, was der Kunde will.
00:21:55: Genau, ist das Ziel, zum Beispiel die Altersvorsorge, ein längerfristiges Sparzielauto in sechs, sieben, acht Jahren.
00:22:05: neu und einfach, wenn die Langfristigkeit da ist, dann müssen wir die Kapitalmarkte anrufen und schauen, wo können wir denn dort sinnvoll investieren?
00:22:18: Es muss ja nicht immer gleich da sein.
00:22:21: hundert Prozent Aktien vor, wie der Uni global sein.
00:22:24: Es kann ja dann auch in Mischfonds gehen, wo das Management dann sagt, okay, wir investieren fünfzig Prozent in ein Aktienanteil und die anderen fünfzig Prozent holen wir aus den Zinsmarkten.
00:22:36: Das heißt, ihr redet mit dem Kunden, um zu wissen, was sie wollen und dann entscheidet ihr?
00:22:40: Entscheidend ist immer, im Kunde sein Motiv, was möchte er?
00:22:45: Für was soll das Geld bestimmt sein?
00:22:47: dann besprechen wir intensiv mit ihm, wie ist seine Risikotragfähigkeit?
00:22:54: Weil es auch nicht jeder Kunde gleich.
00:22:56: Ich meine, wenn ich nur fünftausend Euro auf der Seite habe, habe ich nicht die gleiche Risikotragfähigkeit, wie er einer fünfhunderttausende auf der Seite hat.
00:23:04: Der kann ganz andere Risiken allein schon von seinem Vermögen eingehen.
00:23:10: Und dann aufgrund der Risikotragfähigkeit, schlüsseln wir dann runter.
00:23:16: Gemeinsam, ja was will ich denn von der Tragfähigkeit überhaupt aufgrund meiner persönlichen Empfinden und Neigen investieren?
00:23:25: Also wo, wie viel gehe ich denn da davon ein?
00:23:28: Und da sind wir Menschen alle unterschiedlich und je nachdem wie wir ticken, sagt man ja so schön, geben wir dann die Empfehlung zur kapitalen Lage raus.
00:23:40: Und nur so ist es auch richtig.
00:23:42: Und nicht von vornherein zu kommen.
00:23:44: Wir haben Produkt XY, das ist der Brüller.
00:23:47: Das müsste alle machen.
00:23:48: Nee.
00:23:49: Ich beschäftige mich gerade ein bisschen damit, aber die Hörer wollen es natürlich auch wissen.
00:23:53: Was sind denn die Vorteile, Nachteile und Unterschiede von einem ETF, zum Beispiel gegenüber einem Unioninvestmentsparplan?
00:24:00: Und was ist denn eigentlich ein ETF?
00:24:02: Ein ETF ist ein Exchange Traded Fund.
00:24:06: Schwieriges Wort.
00:24:08: Wo ... ein Index nachbildet.
00:24:11: Also beispielsweise in dem Bekannten der DAX können ETF auf den DAX kaufen.
00:24:17: Oder ich nehme, wir haben ja vorhin von Globalität gesprochen, ich nehme den MSCI Welt Index.
00:24:24: Dann kann ich mir ein ETF aussuchen.
00:24:28: Die zwei namhaften Unternehmen sind iShares und Vanguard, wo sie dann den Index den MSCI World eins zu eins nachbilden.
00:24:39: Okay, das ist also ein Computerprogramm, das dasselbe macht, was der Hauptindex gerade macht, oder?
00:24:44: Ja, entsprechend, entsprechend eben, wie die einzelnen Unternehmen im Index gewichtet sind.
00:24:51: Das sind momentan die Amerikaner absolut dominant.
00:24:54: Ich meine, um die siebzig Prozent machen die vom MSCI World Index raus.
00:24:59: Und in diesen siebzig Prozent sind achtzig Prozent top sieben, ne?
00:25:04: Ja, von dem Magnificent Seven.
00:25:06: Das sind die schwergewichte des MSCI-Welt.
00:25:10: Und kauf ich den ETF von Ascherst dazu, dann kriege ich eins zu eins die Wertentwicklung wiedergespiegelt.
00:25:18: Ja, ich habe mal gehört, dass der MSCI World ein gemanageter Fond ist.
00:25:21: Stimmt das?
00:25:22: Nee.
00:25:24: Der Weltindex wird aufgrund der Marktkapitalisierung der einzelnen Unternehmen zusammengestellt.
00:25:31: Je höher deren Wert, in Summe am Markt ist, dass der Anteil des einzelnen Unternehmens am Index ist.
00:25:46: Ich habe es jetzt gerade nicht auswendig vor mir, aber Nvidia hat zum Beispiel die letzten zwei Jahre riesen Sprünge in der Gewichtung nach vorne gemacht.
00:25:55: Also die spielen eine viel größere Rolle im Indizes, also sprich deren Wertentwicklung wie noch vor zwei Jahren.
00:26:03: Nvidia ist ein Chiphersteller.
00:26:05: Früher haben die Handychips produziert und heute produzieren die...
00:26:08: PC-Grafiken, genau.
00:26:10: Und heute ist er der KI-Chip-Designer.
00:26:12: Ja, schlechter.
00:26:13: Genau, genau.
00:26:15: Okay.
00:26:16: Das ist ein ETF, also ein Computerprogramm, das eine Nachbildung erschafft.
00:26:20: Aber bei Union Investment steht ein Team, das sich ausgesuchte Unternehmen anschaut und auswählt, welche sie mit reinnehmen und welche nicht.
00:26:28: Das heißt, sie müssen sich alle Bilanzen anschauen.
00:26:30: Genau.
00:26:32: Das ist deren täglich Brot.
00:26:34: Bilanzen, Unternehmenszahlen, Unternehmensnachrichten, Auswerten, daraus dann ein Bild sich machen, wie stehen die da, wie steht deren aktueller Marktwert da?
00:26:47: und dann im Team Anlageentscheidungen treffen.
00:26:52: Gewichten wir jetzt beispielsweise die NVIDIA mehr, als es der MSCI Welt tut, in unserem Vor- und oder vielleicht sogar weniger und sagen, nee, nee, also so und so viel Prozent, das wollen wir nicht.
00:27:05: Ja, und vielleicht auch um die Risiken zu verhindern.
00:27:08: Ja, genau, es kann auch aus Risikogesichtspunkten sein, dass dann ein Rückschlagen so in einem doch sehr hoch bewerteten Titel dann im Vorherbliche Konsequenzen hätte.
00:27:20: Aber es geht ja auch... bei dem aktiven Formenagement darum, eben genau die Performance dieses MSCI-Welt zu schlagen.
00:27:29: Und das geht ja nur über eine Abweichung der Zusammensetzung des MSCI-Welt.
00:27:38: Wenn ich es genau gleich nachbaue, dann bin ich ja quasi in ETF.
00:27:42: Und da muss man dem Team von Union Investment und Lobau sprechen.
00:27:45: Das haben Sie in den letzten Jahren sehr gut gemacht.
00:27:48: Nicht jedes Jahr.
00:27:50: Aber so im Schnitt haben sie den MSCI-Welt geschlagen und den Sofern dann auch für die Kapitalanleger interessant, sich aktiv gemanagte Force schon aus der Rendite-Gesichtspunkt anzuschauen.
00:28:07: Sie hatten einen Angangs gefragt, was sind die wesentlichen Unterschiede zwischen aktiv gemanagten Force und ETFs?
00:28:14: Der, der überall propagiert wird, ist der Kostenvorteil der ETFs und der Schaff vollkommen richtig, lässt sich ja an Zahlen ja nicht leugnen, dass sich da zwischen zero, zwei und zero, fünf entgelt im Jahr.
00:28:31: Ein ETF sind Richte und bei gemanagtem Forst zwischen ein und zwei Prozent.
00:28:36: Das ist ein deutlicher Unterschied.
00:28:39: Aber entscheidend ist eben, was kommt unter dem Strich Netto für den Kunden?
00:28:44: und wenn der aktiv gemanagt, der vorerfolgreich wird, schafft und den ETF dann auch schlagen kann, dann gehe ich doch auch den Weg.
00:28:52: Ja, dann sind die Kosten aber auch egal.
00:28:54: Genau, so ist es.
00:28:55: Es ist gut, dass Sie das jetzt sagen, weil es ja auch das Entscheidende bei einem Unternehmer ist.
00:28:59: Er wird ja hauptsächlich auf die Bilanzsumme die Einnahmen und die Ausgaben achten.
00:29:06: Und zwei wichtige Aspekte, was ganz viele gar nicht wissen auch.
00:29:12: Zum einen, wenn ich einen aktiv gemanagten Fonds kaufe, unterstütze ich meine ordentliche Volks- und Reifessenbank.
00:29:19: Weil wir von diesen etwas höheren entgelten, dann auch was bekommen für die Anlagevermittlung.
00:29:27: Das heißt die sichere Hierarbeitsplätze, indem ich aktiv gemanagte Fonds kaufe.
00:29:33: Und das zweite ist natürlich nicht nur hier die Arbeitsplätze, sondern auch bei der Vorgesellschaft Union Investment, dass die fleißig ihre Unternehmen auswertend dürfen und so weiter, dass die dann natürlich auch ihre entsprechende Bezahlung bekommen, wenn die Gelder beim aktiv gemanagten vorliegen.
00:29:53: Ein ganz wichtiger Aspekt.
00:29:55: Und ich darf auch nur vielleicht eins hinzufügen, es gibt sogar noch ein wenig einen machtpolitischen Effekt.
00:30:02: Die zwei größten ETFs an Bieter der Welt, BlackRock und Vanguard, sind zwei Amerikaner, die größten Vermögensverwalter der Welt.
00:30:12: Das heißt, jeden Euro, den ich darüber schiebe, muss mir klar sein, wenn die deutsche Unternehmen dadurch kaufen, sprich weil die im Index drin sind, also sprich den DAX nachbilden, dann bringe ich auch Machtgeld zu denen, das spricht die Gene auf die Hauptversammlung und können entscheiden, wer ist dem Aufsichtsrat.
00:30:37: Der Aufsichtsrat wiederum entscheidet, wer ist dem Vorstand.
00:30:42: Der Vorstand entscheidet die strategischen Weichen des Unternehmens.
00:30:46: Also je mehr Geld ich ins Ausland trenns, verriere über ETFs, weiß nicht, ob das dann immer gut ist.
00:30:52: für die deutsche Volkswirtschaft.
00:30:54: Gebe ich das Geld dem aktiven Vormenager nach Frankfurt, dann kann der auf die Hauptversammlung, und das machen auch die Jungs von Unioninvestmenten, die gehen auf die Hauptversammlungen und vielleicht vertritt er etwas steuerger deutsche Interessen.
00:31:06: Also dieser Gesichtspunkt wird meiner Meinung nach, oder muss ich ehrlich sagen, habe ich bisher noch nirgends wo aufgegriffen gefunden.
00:31:15: dass gerade im aktuellen politischen Umfeld, wo man mit Amerika vielleicht ja nicht gerade so glücklich sind, wer da an der Macht ist, dass man auch mal Gedanken macht, wem stellt man denn eigentlich sein Geld zur Verfügung?
00:31:29: Was passiert denn da damit, wenn ich den ETF gekauft habe?
00:31:34: Vielleicht ein ganz wichtiger Gedankengang, den auch mal der ein oder andere Hörer vielleicht nicht uninteressant findet.
00:31:41: Ja, finde ich sehr gut, dass Sie das jetzt angesprochen haben, weil es ein Aspekt ist, den wirklich keiner auf dem Schirm hat.
00:31:47: Es ist schon ein Unterschied, wer wo investiert, also ob es ein ETF oder ein Unioninvestment sind.
00:31:53: Da kann man nämlich mitreden über Gewinnsteuerzahlungen in Deutschland und so weiter.
00:31:57: Genau, Unternehmenssitz.
00:31:58: Gehen wir mal von dem aus.
00:31:59: Wo werden die Steuern entrichtet?
00:32:01: Also es sind wichtige, deswegen, ich nenne das auch immer, mach politische Themen, die man durchaus auf dem Schirm haben dürfte.
00:32:08: Ja, wenn dann noch der gemanagte von den ETF schlägt, am Ende ist es auch schön.
00:32:12: Ja,
00:32:13: oder gleichwärtig.
00:32:14: Dann habe ich schon die anderen Faktoren, wo vielleicht mir dann zu Nachdenken geben und sagen, dann mache ich es doch bei meiner Ortlichen.
00:32:22: Hier in Bergkühlen bei der Reifeisenbank.
00:32:24: Also ich finde, dass das ein wunderbares Schlusswort ist.
00:32:27: Das war ein tolles Gespräch.
00:32:28: Danke, dass Sie uns so Einblicke gegeben haben.
00:32:31: Wir wünschen Ihnen und Ihrem Team von der Reifeisenbank hier in Bergkühlen, dass Sie weiterhin so gut arbeiten.
00:32:35: Ich glaube, dass Sie Ihre Kunden sehr gut aufnehmen.
00:32:40: Und man muss ja nicht in Bergkühlen wohnen, um Kunde zu werden.
00:32:43: Nein, das muss nicht sein.
00:32:45: Wir nehmen auch die umliegenden Mitbewohner, also umliegenden Ortlichkeiten, Orte gerne auf.
00:32:53: Jeder kann nach Bergkühlen kommen und euch kennenzulernen.
00:32:55: Niemand ist gebunden.
00:32:57: Herzlichen Dank Herr Fuchs, dass Sie sich die Zeit genommen haben.
00:33:12: Zukunft gestalten.
00:33:13: Mit deinen Banken vor Ort.
00:33:15: Wir machen den Weg frei.
00:33:17: Volksbanken, Reifeisenbanken.
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